Wochenrückblick KW 05/2016, 01.-07.02.2016

Ich habe meinen Kaffee und für euch gibt es damit auch unserem Rückblick mit den BlackBerry-News der Woche

Viel positives lässt sich leider nicht berichten. So habe ich mir ja Anfang der Woche in einem Kommentar bereits ein paar Gedanken über das Ende von OS10 gemacht.

Dann gingen im Netz auch noch Gerüchte herum, dass BlackBerry bis zu 35% der Angestellten in der Waterloo-Region entlassen würde. Das wären bei einer Belegschaft von 2700 Angestellen doch so ca. 1000 Menschen. BlackBerry sprach dann schließlich offiziell von 200 Stellen, die in Waterloo und Florida gestrichen würden.

BlackBerry relativiert das mit der Aussage, dass man in anderen Bereichen (Android Entwicklung?), in denen man sich noch Wachstum verspricht, dafür auch wieder neu einstellen wird.

Das die meisten der gestrichenen Stellen sind wohl aus dem Bereich der OS10- und Deviceentwicklung stammen, sagt ja schon einiges aus und veranlasst die Blogger bei utbblogs.com zu einem bitteren Fazit:

Hardly the actions of a dying company, are they?

Nächste Hiobsbotschaft: Gary Klassen, der Erfinder des BBM verlässt BlackBerry. Obwohl dieser Schritt wohl schon länger feststeht und nicht sehr überraschend kommt, ist es doch ein weiterer Schock für die BlackBerry-Gemeinde. Wir danken an dieser Stellt Gary für seine 16 Jahre bei BlackBerry und seine Arbeit an einem unserer Lieblings-Tools. (Ich stelle gerade fest, dass er sein Twitter-Profil noch nicht aktualisiert hat.)

Und jetzt noch ein kleiner Lichtblick: Ein Entwickler konnte sich das Trauerspiel mit der nativen Facebook-App von BlackBerry nicht mehr mit ansehen. Er hat sich in Zusammenarbeit mit der App-Schmiede Nemory Studios mal zwei Monate hingesetzt, und eine neue App namens Face10 gebaut, die die alte Facebook-App (letztes Update Mitte 2015) jetzt schon im Funktion teilweise überholt hat. Die App kann über einen In-App Kauf um sogenannte Pro-Funktionen erweitert werden. Ich habe mir die App mal auf dem Classic installiert und werde nächste Woche einen ausführlicheren Artikel dazu schreiben.

Es ist auf jeden Fall schonmal anzumerken, dass hier ein einzelner Programmierer ohne finanzielle Unterstützung in zwei Monaten eine solche App hinbekommt, während BlackBerry mit einer doch nicht ganz so kleinen Entwicklermannschaft (noch) und vielen Milliarden auf dem Firmenkonto diese App in drei Jahren eigentlich immer schlechter hat werden lassen.

Auch sehr interessant ist der Bericht auf BB10QNX über ihren Langzeittest mit dem Priv: Es ist nicht immer das drin was drauf steht

Trotz allem wünschen wir euch ein schönes Restwochenende. Lasst den Kopf nicht hängen und habt Spaß mit euren Beeren, irgendwie wird es schon weiter gehen (zumindest noch ein, zwei Jahre ;-) ).

Eure BlackBerry-User-Group Kassel 

(Quellen: shop.blackberry.com, bbugks.de, bb10qnx.de, mobilesyrup.com, crackberry.com, utbblogs.com)

Von Abschiedsschmerz und Neuanfängen: Kommentar zum möglichen Ende von OS10

OS2-Warp

Die älteren unter unseren Lesern wissen eventuell noch etwas mit diesem Screenshot anzufangen. Was das mit BlackBerry zu tun hat? Erst einmal nichts. Als ich in meinen beruflichen Anfängen das erste Mal mit Personal Computern in Berührung kam, war im Bankensektor das IBM-Betriebssystem OS/2 Pflicht. Windows 3.11 war gerade auf dem Markt, aber fürs Business wurde das System vom IT-Riesen mit den drei Buchstaben bevorzugt. Warum? Es war stabiler, sicherer, hatte das bessere Dateisystem, konnte mehr Speicher direkt adressieren und... man konnte ein DOS/Windows in einem Beriebssystemfenster emulieren!

Ich war von dem System begeistert und habe es lange Jahre auch auf meinem privaten PC genutzt. Als sich aber das System aus Redmont bei den Privatanwendern immer mehr verbreitete, gab es vermehrt Probleme. Neue Hardware wurde nicht mehr unterstützt. Software gab es nur noch für Windows. Die konnte man Anfangs noch in der Emulation laufen lassen, irgendwann gab die Emulation die für die Software geforderte Version nicht mehr her, da die Emulation von IBM nicht mehr weiter entwickelt wurde.

Kurz vor dem Tod von OS/2 gab es noch eine Business-Version für die - meist in den Serverräumen der Banken - noch verbliebenen Server, die noch nicht auf den neuen WindowsNT-Server umgestellt waren. Man konnte ja die wichtigen Großkunden nicht so schnell hängen lassen und musste ihnen noch Zeit für ihre Migrationsprojekte verschaffen. Diese Business-Edition war für Privatanwender schon kaum mehr nutzbar.

Und so fällte ich dann eines Tages den Entschluss, die Festplatte zu formatieren und zu einem neuen System zu wechseln, Windows durfte es aus Prinzip nicht sein, also wurde Linux ausprobiert und wurde das System, das auch heute noch auf meinen privaten Rechnern vornehmlich läuft.

Kommt euch diese Geschichte irgendwie bekannt vor?

Olly hat es ja im letzten Wochenrückblick schon geschrieben, und nach diversen Blackberry-Blogs  und Foren ist die Nachricht jetzt auch bei Mobilegeeks gelandet. Zum Verkaufsstart des Priv in Indien hat sich Damian Tay - seines Zeiches Senior Director für Product Management - zu der Aussage hinreissen lassen, dass BlackBerry zukünftig nur noch auf Android setzen werde und OS10 nur noch für wichtige Business-Kunden weiterentwickelt wird. Das würde auch bedeuten, dass es keine neuen OS10-Geräte mehr geben werde.

Ich hatte es ja schon einmal geschrieben, aber dennoch ist eine offizielle Aussage eines BlackBerry-Managers doch schon etwas mehr als eine Spekulation eines kleinen Bloggers. Unser geliebtes OS10, an das wir uns in den letzten drei Jahren so gewöhnt und es lieb gewonnen haben - es soll bald nicht mehr sein und der Vergangenheit angehören. Für mich ein echtes Deja-Vu (siehe oben).

Wir fanden OS10 schon immer toll, oder?

Ja, wir haben vor drei Jahren alle sofort und mit Begeisterung von unseren Bolds und Torches auf OS10 gewechselt. Den alten Systemen OS 6 und OS 7 haben wir nie nachgetrauert und wir haben uns sofort uneingeschränkt auf das neue System eingelassen, trotz seiner Kinderkrankheiten, kleinen Macken, Dingen, die nicht sofort wie auf unseren alten Beeren funktionierten. Ok ok, ich höre ja schon auf mit dem Sarkasmus. ;-)

BB7290

Wenn wir mal alle ganz ehrlich zu uns sind: Es ist immer schwer, von alten Gewohnheiten loszulassen, sich auf neues einzulassen und sich daran zu gewöhnen. Als ich damals von meinem Bold 9780 auf das Z10 wechselte, habe ich einige Zeit gebraucht, um wieder ähnlich effektiv zu arbeiten, wie auf dem alten Gerät. Und heute ist es eben so, dass sich Dinge auf iOS- oder Android-Geräten (ja, auch auf dem Priv) so unendlich komplizierter und unpraktischer anfühlen als auf meinem Z30, dass ich im Schlaf beherrsche.

Sicherlich gibt es viele Dinge, die unter OS10 heute besser gelöst sind, stabiler und sicherer funktionieren. Aber was ist mit neuen Dingen, die ich ausprobieren möchte? Neue Gadgets, neue Apps, die einfach auf dem guten alten OS10 nicht funktionieren respektive die es dort nicht gibt? Irgendwann werden wir loslassen und uns auf neues Terrain wagen müssen, wenn wir weiter Smartphones nutzen wollen, denn die Entwicklung von OS10 geht devinitiv dem Ende entgegen, wie damals OS/2.

Und was ist mit der Hardware?

Uns als treuen BlackBerry-Fans bleibt momentan noch der kleine Trost, das wir eventuell noch das ein oder andere Android-Gerät unseres Lieblingsherstellers bekommen werden. Und wenn man das Priv mal anschaut, es mal ein paar Tage nutzt, merkt man, dass die Kanadier auf jeden Fall versuchen, die Produktivität und die Sicherheit der OS10-Geräte auf das Android-System zu übertragen. Auch die Hardware-Tastatur, die wir so schätzen - mal am Rande, ich stehe seit dem Z30 tatsächlich mehr auf Fulltouch - wird so auf das System von Google "herübergerettet".

Natürlich ist noch nicht alles Rund und manches fühlt so unendlich umständlich an oder funktioniert noch gar nicht. Aber, und dass ist wohl der ganz große Vorteil: Wir sind haben diese riesige Plattform unter den BlackBerry-Optimierungen, die uns wieder auf die Höhe der Hardware- und App-Zeit bringt.

Ich nutze es oder ich nutze es nicht.

Schließlich bleibt es unter Android jedem selbst überlassen, ob er sich alle möglichen Apps installiert oder ob er sein Smartphone nur für wichtige und ernsthafte Dinge nutzt. :-)

Letztendlich ist es natürlich schade um "unser" OS10. Es war einfach eine tolle Plattform und hätte es verdient gehabt, weiter entwickelt zu werden und so mit neuer Hardware und neuen Apps nutzbar zu sein. Aber das hätte OS/2 auch. ;-)

Uns bleibt noch ein wenig Zeit, in der wir unsere OS10-Beeren weiter nutzen können. Bis irgendwann der Leidensdruck aufgrund von schlecht oder gar nicht mehr funktionierenden Apps zu groß wird, bis auch die letzten APKs auf der Android-Runtime, die der Android-Version 4.3 entspricht, nicht mehr laufen. Irgendwann werden dann essentielle Funktionen wie Mail oder der HUB nicht mehr vernünftig funktionieren oder auch die Hardware einfach schlapp machen und keine Ersatz mehr zur Verfügung stehen.

Dann werden wir uns alle etwas neues suchen müssen und jeder entscheidet für sich, was für ihn das optimale System sein wird. Ich persönlich würde mich freuen, wenn ich mich dann noch für eine moderne und zeitgemäße Hardware von BlackBerry entscheiden könnte, auch wenn in ihrem Bauch das Monster Android laufen wird. Ich bin auf die nächsten zwei Jahre sehr gespannt.

Wochenrückblick KW 2/2016, 11.-17.01.2016

Es ist schon erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht. Tatsächlich haben wir schon das dritte Wochenende in diesem neuen Jahr und heute am Sonntag gibt es natürlich auch wieder unseren Wochenrückblick mit den Neuigkeiten rund um BlackBerry. 

Update

Für viele überraschend kam ein kleines Update für OS10 in dieser Woche. Das Update mit der Versionsnummer 10.3.2.2836 ist laut BlackBerry ein Hotfix-Update. Es enthält ein Update der Kalenderfunktion, eine Korrektur für die Android-Runtime und das ab Anfang Februar nicht mehr unterstützte BBM-Meetings wird entfernt. Leider bringt das Update auch einige Probleme mit sich, so lassen sich anscheinen Android-Apps nicht mehr deinstallieren. Außerdem haben einige unserer Leser in den Kommentaren unseres Artikels zum Update darauf hingewiesen, dass die Spracherkennung des Assistenten nicht mehr arbeitet. Das konnte ich bei einem Test des Z30 auch nachvollziehen. Wenn es hierzu Neuigkeiten oder Lösungen gibt, werden wir euch natürlich hier berichten.

Sticker

Für Freunde der Sticker im BBM gab es in dieser Woche gleich zwei kostenlose Sticker-Packs:

Viel Spaß damit. :-)

Priv

Für Nutzer des Priv stellt BlackBerry einige Demo-Videos zur Verfügung, die den Einstieg in die Benutzung erleichtern sollen. Die Videos stehen derzeit nur in englischer Sprache zur Verfügung.

Thema Sicherheit

In dieser Woche machte auch eine Nachricht die Runde, dass es der niederländischen Polizei gelungen ist, die Mails auf einem "PGP BlackBerry"-Gerät zu entschlüsseln. Dabei handelt es sich um BB-Geräte, die mit einer Zusatzsoftware Mails zwischen Absender und Empfänger mittels des Standardtools PGP verschlüsseln. Blackberry stellt in einem kurzen (englischen) Kommentar dazu klar, dass man keine Details des Vorgangs habe und somit auch nicht sagen kann, wie die Entschlüsselung erfolgt ist. Die Verschlüsselung des BES oder die Sicherheit von BlackBerry-Geräten generell sei dadurch nicht betroffen, da hier eine Zusatzsoftware angegriffen wurde.

Und nochmal Sicherheit

Viele von euch haben ja mitbekommen, das BlackBerry die Firma Good übernommen hat. Diese stellen auf Android- und iOS-Geräten sichere Container für Arbeitsdaten zur Verfügung (also das, was "unser" OS10 mit Balance ja von Haus aus kann ;-) ). Laut einer Pressemitteilung haben einige Produkte von Good jetzt die höchste anerkannte internationale Sicherheitseinstufung bekommen. Die Strategie von BlackBerry, den BES und andere Softwareprodukte auf allen mobilen Plattformen zu supporten und dadurch von eigener Hardware und dem OS10 unabhängig zu werden, scheint aufzugehen.

Und jetzt wünschen wir euch mit Sicherheit einen schönen Restsonntag und eine guten Start in die neue Woche.

Eure BlackBerry-User-Group Kassel

(Quellen: blackberry.com, zdnet.de, bbugks.de)

Eine Woche mit dem Priv: Donnerstag

Wie ihr wisst, bieten wir euch über unsere Bring-A-Friend-Aktion die Möglichkeit an, verschiedene Smartphones von BlackBerry kostenlos und unverbindlich zu testen. Seit dieser Woche haben wir auch das neue BlackBerry Priv im Sortiment. Damit wir euch bei Fragen und Problemen auch unterstützen können, haben wir das Priv erstmal selbst intensiv getestet und hier schreibe ich über meine Woche mit dem Priv.

Alle Tagesberichte der Testwoche:

Donnerstag

So schnell geht eine Woche ins Land. Heute ist der letzte Tag, an dem ich das Priv nutze, morgen geht es dann auf die (kurze) Reise zum nächsten Tester. Zeit für ein Fazit.

Die Hardware

Über die Mängel in der Verarbeitung habe ich am Freitag bereits geschrieben. Bei der täglichen Benutzung fallen sie unterschiedlich ins Gewicht. Das sich die Rückseite in der Mitte eindrücken lässt, bemerkt man im täglichen Gebrauch überhaubt nicht. Das leichte Spiel des Displays habe ich persönlich beim Benutzen nicht bemerkt, d.h. es gab keine "Klackgeräusche" beim benutzen der virtuellen Tastatur. Was wirklich stört ist, dass Knacken und Knarzen des Gehäuses, wenn man auf den Bereich unterhalb der Lautstärketasten an der Seite des Gehäuses leicht drückt. Und ich sage immer noch, das alles will man bei einem 800-Euro-Gerät nicht haben.

Das Display ist hervorragend. Es hat eine brilliante Darstellung. Das Priv ist etwas Größer als das Z30 und nicht unbedingt für die Hosentasche geeignet. Beim Anschauen von Videos und Webseiten ist das aber sehr angenehm und kann für manchen schon ein zusätzliches Tablet unnötig machen. Der Größe und der hohen Auflösung zollt aber auch der Akku seinen Tribut, so gehen bei mehrstündiger Nutzung locker mal ein drittel der Kapazität für den Screen drauf.

Die physische Tastatur erfordert etwas Einarbeitungszeit. So zwei bis drei Wochen sollte man sich geben, um damit optimal arbeiten zu können. Der Hub der Tasten ist sehr kurz im Vergleich zu anderen Hardwaretastaturen von BlackBerry, das ist allerdings der Bauart des Devices geschuldet.

Das Betriebssystem

Android ist anders als OS10, dass habe ich in dieser Woche gemerkt. Das System läuft flüssig, ja, aber man hat nicht das Gefühl, dass man alles aus einem Guß bekommt.

Der Hub ist nur eine App. Die Benachrichtigungen übernimmt das Androidsystem. Hier wäre noch eine tiefere Integration des Hub in das System notwendig, um ein echts BlackBerry-Feeling bei mir aufkommen zu lassen. Was ich auch die ganze Woche schmerzlich vermisst habe: BlackBerry Flow. Das einfache nach rechts wischen, um einen Bildschirm zurück zu kommen, das Peaken, die Wischgeste für den Hub, all das hat sich bei mir in den letzten drei Jahren so eingespielt, dass mir dieses ständige Tippen auf irgenwelche Pfeile oder den Homebutton jetzt steinzeitlich vorkommt. Hier zeigt sich auch eine Stärke der Cascades-Umgebung von OS10, durch die sich native Apps einfach immer gleich anfühlen und bedienen lassen.

Apps

Ein riesiger Vorteil der Android Plattform ist die Verfügbarkeit von allen erdenklichen Apps. Alles, was man so braucht, wird unterstützt. Die Vielfalt bringt natürlich auch eine gewisse Unübersichtlichkeit mit sich und oft muss man sich erstmal im Netz informieren, welche App für meine Bedürfnisse nun die beste und günstigste Alternative ist. Viele Apps finanzieren sich durch In-App-Werbung, was manchmal nervig ist.

Viele OS10 Nutzer argumentieren, dass ihnen keine App fehlen würde. Wie schnell sich das ändern kann, habe ich heute selbst erfahren, als ich mein Weihnachtsgeschenk - einen Bose SoundTouch Lautsprecher - in Betrieb nehmen wollte. Eine native App dafür ist natürlich nicht zu erwarten, aber es gibt im Amazon App Store die Android-Variante, die ich auf dem Z30 nutzen kann. Nun muss sich die App aber zur Einrichtung des Systems in ein temporäres WLAN des Lautsprechers einbuchen, um diesen dann in das eigentliche WLAN des Nutzers zu bringen. Und das darf eine Android-Anwendung auf einem BlackBerry OS10 nicht! Also funktioniert die Einrichtung des Lautsprechers mit dem Z30 nicht. Nachdem ich die Einrichtung über ein Android-Tablet durchgeführt habe, lässt sich das System aber von der Beere aus bedienen. Immerhin.

Kleine Nebenbemerkung dazu zum Thema Sicherheit: Diese App von Bose kann also jederzeit ohne weitere Nachfrage euer Android-Device in ein fremdes WLAN einbuchen. ;-)

Fazit

Es ist schwierig, sich nach nur einer Woche ein abschließendes Urteil über das Priv zu bilden, nachdem man über 3 Jahre fast nur mit OS10 Geräten gearbeitet hat. Man hat einfach zu viele Dinge stark verinnerlicht und automatisiert, dass lässt sich in einer Woche nicht umbiegen.

Aber durch die tägliche Nutzung als Hauptgerät habe ich einen guten Eindruck vom Priv bekommen. Die Benutzung macht Spaß, man schwelgt in der App-Vielfalt und kann alles mögliche ausprobieren. Nach einiger Einarbeitung ist die physische Tastatur ein Produktivitätsbringer, wenn man von einem Fulltouchgerät kommt. Nutzer eines Passport oder Classic müssen allerdings mit der etwas schlechteren Qualität der Tastatur im Vergleich zu ihrem bisherigen Gerät klarkommen.

Ich persönlich würde wechseln, wenn das Preis- / Leistungsverhältnis in punkto Verarbeitungsqualität verbessert würde und die Integration des Hub noch besser wird. Wenn letztendlich der App-Leidensdruck zu groß wird, muss man eh schauen, mit welchem System man dann am besten fährt.

Bis dahin gibt es die Möglichkeit, das Priv bei uns mal selbst für eine Woche zu testen und wir sind sehr auf die Rückmeldungen der weiteren Tester gespannt. Wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr die gern in den Kommentaren stellen. Und so ist die letzte Amtshandlung für mich heute, das Priv für seine nächste Reise vorzubereiten. Tschüß, Priv.

Eine Woche mit dem Priv: Mittwoch

Wie ihr wisst, bieten wir euch über unsere Bring-A-Friend-Aktion die Möglichkeit an, verschiedene Smartphones von BlackBerry kostenlos und unverbindlich zu testen. Seit dieser Woche haben wir auch das neue BlackBerry Priv im Sortiment. Damit wir euch bei Fragen und Problemen auch unterstützen können, haben wir das Priv erstmal selbst intensiv getestet und hier schreibe ich über meine Woche mit dem Priv.

Alle Tagesberichte der Testwoche:

Mittwoch

Heute geht es noch mal für einen halben Tag ins Büro, dann habe ich bis Sonntag frei. Für den Test mit dem Priv ist heute der vorletzte Tag angebrochen.

Ich muss schon sagen, ich habe mich ein wenig an den Androiden gewöhnt. Eben habe ich das Z30 in der Hand gehabt und versucht, die Benachrichtigungen durch eine Wischgeste von oben nach unten aufzurufen. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier. Zu den Benachrichtigungen hat mich Markus gestern in einem Kommentar noch darauf hingewiesen, dass seit dem letzten Update der HUB-App auch WhatsApp-Nachrichten integriert sind. Vielen Dank für den Hinweis.

Ich komme jetzt nach ein paar Tagen auch besser mit der physischen Tastatur klar. Die Schreibgeschwindigkeit wird langsam schneller. Ich denke, so zwei bis drei Wochen sollte man sich zur Eingewöhnung schon geben. Zum schnellen Antworten in Chats nutze ich aber inzwischen wieder die virtuelle Tastatur, da das Aufschieben des Sliders einfach zu viel Zeit kostet, wenn man nur etwas kurzes schreiben möchte.

Ich hatte mir ja gestern vorgenommen, die Verbindung mit dem Autradio zu testen. Die Verbindung klappt problemlos, Telefonieren geht in guter Qualität und auch das Abspielen von Musik oder Podcast funktioniert. Das Priv bietet mir an, dass es sich automatisch entsperrt, wenn es im Empfangsbereich des Autoradios ist. Dazu muss man das Autoradio als "vertrauenswürdiges Gerät" markieren. Der Einrichtungsdialog weißt nochmal expliziet auf das Sicherheitsrisiko hin. Jeder, der das gesperrte Device in den Händen hat und in die Nähe eines solchen vertrauenswürdigen Bluetoothgeräts kommt, hat sofort Zugriff auf das Gerät. Man sollte diese Funktion also mit viel Bedacht nutzen.

Da ja morgen Heilig Abend ist, steht jetzt noch das Aufstellen und Schmücken unseres Weihnachtsbaums an, so dass ich das Priv erstmal zur Seite lege. Später wir noch ein wenig Social Media konsumiert, aber keine neuen Erkenntnisse in der Handhabung des Androiden erlangt. Außer, dass ein neuer Beitrag in einem Gruppenchat im BBM jetzt dreimal anstatt zweimal als Benachrichtigungen aufpoppt, nicht mehr nur zweimal. :-)

Heute war ich wieder vermehrt im WLAN und der Akku steht um 1 Uhr noch bei 33%. Es gibt also schon einen signifikanten Unterschied in der Kapazität des Akkus je nach Nutzungsart. Auch die Screenzeit beeinflußt das Durchhaltevermögen des Priv, was bei dem hochauflösenden großen Display aber normal ist. Was mit immer wieder auffällt ist, dass das Gerät beim Abspielen von Videos sehr heiß wird und dann auch der Akku zusehends leerer wird. Jetzt gehts es erstmal ins Bettchen. Bis morgen.

Eine Woche mit dem Priv: Dienstag

Wie ihr wisst, bieten wir euch über unsere Bring-A-Friend-Aktion die Möglichkeit an, verschiedene Smartphones von BlackBerry kostenlos und unverbindlich zu testen. Seit dieser Woche haben wir auch das neue BlackBerry Priv im Sortiment. Damit wir euch bei Fragen und Problemen auch unterstützen können, haben wir das Priv erstmal selbst intensiv getestet und hier schreibe ich über meine Woche mit dem Priv.

Alle Tagesberichte der Testwoche:

Dienstag

Nach dem Aufstehen geht der inzwischen schon gewohnte Weg zur Steckdose, an der das Priv hängt. Das morgendliche Ritual, die in der Nacht angefallenen Nachrichten und Mails kurz zu checken, führe ich mittlerweile schon automatisiert auf dem Priv aus.

Für mich hat es sich übrigens als bester Workflow herausgestellt, die Mails und Chatnachrichten direkt über die Benachrichtigungsleiste aufzurufen. Diese kann ich an jeder Stelle durch ein Wischgeste vom oberen Bildschirmrand nach unten aufrufen. Durch antippen der Benachrichtigung verzweigt das Priv dann in die jeweilige App. Das klappt bei mir schneller, als manuell in die Apps oder in den Hub zu wechseln, um die Nachrichten zu lesen (auch, weil noch nicht alle Apps ihre Benachrichtigungen in den Hub integrieren, z.B. Whatsapp oder Periscope). Ich lese die Nachricht, wische kurz von oben nach unten und wähle die nächste Nachricht zum Lesen aus. Das geht recht fix.

Im Hub finde ich eine gute Idee, dass man die Nachricht / Mail in der Übersicht nach links wischen kann, um sie zu löschen. Nach rechts wischen bewirkt, dass die Funktion "Später erinnern" ausgeführt wird. Das ist praktisch, wenn ich eine wichtige Mail bekomme und diese nicht sofort bearbeiten kann. Ich kann mich dann zu einem späteren Zeitpunkt einfach nochmal benachrichtigen lassen. Beide Wischgesten sind übrigens konfigurierbar und können mit anderen Funktionen belegt werden.

Heute vormittag teste ich mit Manuel die Sprachqualität des Priv beim Telefonieren. Ich habe das Mobilfunknetz auf "3g und 2g" gestellt, da der Tarif meiner Test-Sim kein LTE unterstützt. Das trägt sicher auch zur Schonung des Akkus im Mobilbetrieb bei. Das Telefonat ist angenehm. Der Anrufer ist laut und deutlich zu hören. Gefühlt ist die Sprachqualität besser als beim Z30.

Apps

Eine Woche ist sicher zu kurz, um alle möglichen Apps zu testen, die man im täglichen Gebrauch so benutzen könnte. Neben der neulich schon erwähnten Pocket-App installiere ich heute noch Piwik, eine App mit der ich auf das Statistiktool unseres Blogs zugreifen kann. Die App kenne ich schon unter iOS und sie funktioniert unter Android identisch.

Zum Hören von Podcasts hat Oliver auf seinem Priv bereits Podcast Addict installiert, also picke ich mit eine andere App aus dem Playstore, nämlich Podcast Republic. Diese hat ähnliche Funktionen wie das von mir unter OS10 genutzte bPod und ich komme schnell mit der Anwendung klar und kann in der Mittagspause einen Podcast geniessen.

Kleine Erinnerung an mich: Morgen nochmal die Bluetooth-Anbindung an das Autoradio testen (Freisprechen und Musik hören).

Screenshots

Wieder daheim chatte ich noch ein wenig mit Oliver. Er hat auf seinem Priv massive Probleme mit der Akkulaufzeit und den Benachrichtigungstönen. Ich mache ein paar Screenshots meiner Einstellungen (die "Lautstärke -" - und die "Ein/Aus" - Taste gleichzeitig drücken). Danach erscheint eine Benachrichtigung, über die ich den Screenshot direkt im BBM an Oliver schicken kann.

Priv Screenshot teilen

Dazu tippe ich auf das Teilen-Symbol, wähle "BBM" aus

Priv Screenshot App wählen

und suche Oliver in den BBM Kontakten aus. Der Screenshot wird in den Chat übernommen und ich muss ihn nur noch abschicken. Das ist praktisch.

Wenn ich später nochmal auf die Screenshots zugreifen will, nutze ich die vorinstallierte "Fotos"-Anwendung von Google. Nach dem Starten ist dort die Ansicht "Fotos" zu sehen, in der die Screenshots nicht auftauchen. Ein Wechsel über das Menü in die Ansicht "Geräteordner" fördert dann auch die Screenshots zu Tage.

Jetzt bereite ich noch den Blogeintrag für morgen vor und lese mich noch durch meine Twitter Timeline auf dem Priv. Ich nutze dort zum Testen die eigene App von Twitter, da mein auf dem Z30 geliebtes Blaq unter Android nicht zur Verfügung steht. Die Original-App ist in Ordnung, ich vermisse aber einige Funktionen, so dass ich bei einem dauerhaften Umstieg auf das Priv doch eine Alternative wählen würde. Aber wie schon oben erwähnt, dazu ist die Testzeit zu knapp bemessen und die Vielfalt der Apps im Playstore zu hoch.

Das Priv geht heute bei einer Gesamtbildschirmzeit von 4 Stunden und 20 Minuten mit einer Restakkukapazität von 4% ans Stromdock (das war heute knapp). Bis morgen.

Eine Woche mit dem Priv: Montag

Wie ihr wisst, bieten wir euch über unsere Bring-A-Friend-Aktion die Möglichkeit an, verschiedene Smartphones von BlackBerry kostenlos und unverbindlich zu testen. Seit dieser Woche haben wir auch das neue BlackBerry Priv im Sortiment. Damit wir euch bei Fragen und Problemen auch unterstützen können, haben wir das Priv erstmal selbst intensiv getestet und hier schreibe ich über meine Woche mit dem Priv.

Alle Tagesberichte der Testwoche:

Montag

Heute ist der erste Tag der Testwoche, in der sich das Priv im dauerhaften "Außeneinsatz" bewähren muss. Es kommt heute mit mir ins Büro. Es wird also heute den Tag über nicht im WLAN sein und ich bin gespannt, wie sich das auf den Akkuverbrauch auswirkt.

Ansonsten habe ich mich schon sehr an das Gerät gewöhnt (vielleicht schon etwas zu gut ;-) ). Allerdings stellt sich bei mir noch nicht dieses Gefühl ein, sich auf das Priv als Arbeitsgerät immer verlassen zu können. Die uneinheitliche Behandlung der Benachrichtigungen stört. Die Benachrichtigungen der Facebook App kommen nicht oder nur verspätet an, was auch Oliver bei seinem Priv bestätigt. Das Scrollproblem von gestern steigert sich heute bei weiteren Untersuchungen noch. In der Facebook App scrollt der Bildschirm im Hauptmeldungen-Stream nach unten, wenn man auf der physischen Tastatur nach unten wischt, im Profil ist es genau umgekehrt. In der selben App, ernsthaft?

Ansonsten komme ich mittlerweile gut klar. Mails schreiben, beantworten, weiterleiten klappt reibungslos. Ich mag übrigens diese automatischen Signaturen ("Gesendet von meinem Blabla...") nicht besonders. Das Priv nimmt sich auch noch heraus, meinen Mobilfunkprovider mit in die Signatur zu packen. Was geht das bitte meine Mailempfänger an? Privacy? Also an die Arbeit und die Signaturen aus jedem Mailkonto einzeln (!) entfernen, puh.

Die Synchronisation der Adressen mit dem Active Sync Konto klappt reibungslos. Auch der Kalender ist nach der Kontoeinrichtung aktuell. Diesen kann ich optisch nach meinen Wünschen einrichten, also zum Beispiel unterschiedlichen Kalendern bestimmte Farben zuweisen. Die Terminerinnerungen funktionieren bisher zuverlässig.

Was mir aufgefallen ist, die Empfangsanzeige schwankt im Mobilfunkbetrieb extrem von einem Balken zu Vollausschlag hin und her, obwohl ich mich immer am selben Ort befunden habe. Wie sich das auf die Sprachqualität beim Telefonieren auswirkt, werde ich morgen mal testen.

Feierabend, ab auf den Heimweg. Nebenbei noch auf Spotify ein wenig Musik hören. Die App kenne ich vom Z30, denn da nutze ich mangels einer nativen App ebenfalls die Android-APK.

Heute, nach drei Tagen Nutzung zeigt mir der Playstore übrigens bei 30 (!) Apps ein Update an. Ich weiß nicht, ob die tatsächlich heute erst angekommen sind oder ob der Playstore dem Nutzer nach der Ersteinrichtung erstmal eine kleine Verschnaufpause gönnen will, bevor die Update-Orgie kommt. ;-) Jedenfalls wurden auch einige BlackBerry-Apps (Hub, Kontakte, Kalender, Tastatur usw) aktualisiert. Mal schauen, ob ich Änderungen bemerke.

Heute Abend wird es keine neuen Erkenntnisse geben, das Priv wird in der Tasche bleiben, denn heute ist es endlich soweit. Ich schaue den neuen Starwars-Film im Kino. Und es ist mir tatsächlich gelungen, in den letzten Tagen den meisten Spoilern zu entgehen.

Und was soll ich sagen:

Bis morgen. :-)

P.S.: Akku war heute beim Andocken an den Strom etwas gestresster, aber immer noch bei 13%.

Eine Woche mit dem Priv: Sonntag

Wie ihr wisst, bieten wir euch über unsere Bring-A-Friend-Aktion die Möglichkeit an, verschiedene Smartphones von BlackBerry kostenlos und unverbindlich zu testen. Seit dieser Woche haben wir auch das neue BlackBerry Priv im Sortiment. Damit wir euch bei Fragen und Problemen auch unterstützen können, haben wir das Priv erstmal selbst intensiv getestet und hier schreibe ich über meine Woche mit dem Priv.

Alle Tagesberichte der Testwoche:

Sonntag

Obwohl heute Sonntag ist, bin ich relativ früh aufgestanden, um eine Runde zu laufen. Hierbei bleibt das Priv allerdings zu Hause. Zur Aufzeichnung meiner Laufaktivitäten nutze ich auf dem Z30 die App "Casca Run pro" - da fällt mir ein, dass ich dazu ja auch schon lange mal einen App-Tipp hier auf dem Blog schreiben wollte - und auf dem Priv habe ich hierzu noch keine Alternative installiert. Ob ich das in dieser kurzen Woche noch schaffe, weiß ich nicht.

Wieder zu Hause angekommen geht die Erkundung und Nutzung des Priv weiter. Bei Android bleiben Apps einmal geöffnet erstmal offen. Über das quadratische Icon am unteren Rand des Screens ruft man eine Übersicht der laufenden Apps auf. Beim Priv ist diese Übersicht eine "Kacheloberfläche", die eine Liveansicht der Anwendungen zeigt. Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, Apps nicht mehr über den Homescreen, sondern über diese Taskliste auszuwählen. Geöffnet habe ich ohnehin alles, was ich oft brauche. Im Prinzip spare ich so oft ein bis zwei Klicks, denn ich muss nicht erst auf den Homescreen wechseln, um dann in die nächste App zu gelangen.

Taskliste Priv
Die "Kachelansicht" der Taskliste.

Benachrichtigungen

Mit den Benachrichtigungen ist das so eine Sache. Die Besonderheit des Priv ist, dass man E-Mail oder ActiveSync Konten in der App "Hub" anlegt. Andere Apps, wie Twitter oder Facebook klinken sich in diese App ein. Das hat zur Folge, dass neue Mails von Konten, die im Hub angelegt werden, in den Androidbenachrichtigungen als Nachrichten des Hub angezeigt werden, während z.B. Twitter und Facebook ihre App-eigenen Benachrichtigung anzeigen. 

Das bewirkt, dass eine Android Benachrichtigung des Hubs, die eine neue Mail anzeigt, verschwindet, wenn man den Hub öffnet. Die betroffene Mail ist im Hub allerdings noch ungelesen. Eine Benachrichtigung von Facebook bleibt erhalten, wenn ich den Hub öffne. Erst wenn ich diese Benachrichtigung im Hub antippe, wird die Facebook App geöffnet und die Benachrichtigung verschwindet. Klingt verwirrend? Ist es auch. Hier kann BlackBerry noch einiges an der Integration ins Androidsystem optimieren.

Scrolling über die physische Tastatur

Wie ich schon gestern schrieb, kann wie beim Passport die physische Tastatur als "Touchpad" nutzen, um z.B. durch eine Website zu scrollen oder auch durch die Twitter Timeline. Leider hat nicht jede Android App die gleiche Meinung darüber, in welcher Richtung man scrollt, wenn man nach oben oder unten streicht. Es ist tatsächlich so, dass das je App variiert. Nicht so toll, um sich einen bestimmten Workflow zu erarbeiten.

Teilen

Das "Teilen" von Inhalten zwischen Apps ist eine Stärke des Blackberry OS10. Also teste ich auch beim Priv, ob man Inhalte problemlos zwischen Apps austauschen kann. Das klappt erstaunlich gut. Nachdem ich noch die Pocket-App installiert habe, kann ich zum Beispiel aus dem Chrome Browser heraus bequem Webseiten dort zum späteren Lesen speichern. Aber auch Links mal in einem sozialen Netzwerk teilen klappt gut. Hier steht Android dem OS10 nach meiner bisherigen Erfahrung in nichts nach.

Mal schauen, wie sich das Priv morgen an einem durchschnittlichen Arbeitstag schlägt. Heute Abend kommt es mit 30% Akku an die Stromtankstelle, wobei es heute auch ein paar Stunden im Mobilfunknetz aktiv war. Bis morgen.

Eine Woche mit dem Priv: Samstag

Wie ihr wisst, bieten wir euch über unsere Bring-A-Friend-Aktion die Möglichkeit an, verschiedene Smartphones von BlackBerry kostenlos und unverbindlich zu testen. Seit dieser Woche haben wir auch das neue BlackBerry Priv im Sortiment. Damit wir euch bei Fragen und Problemen auch unterstützen können, haben wir das Priv erstmal selbst intensiv getestet und hier schreibe ich über meine Woche mit dem Priv.

Alle Tagesberichte der Testwoche:

Samstag

Ich wache am Samstag Morgen auf und einer der ersten Gedanken geht an das Priv, das unten am Stromkabel übernachtet hat. Und weil Wochenende ist, hab ich mir für heute auch vorgenommen, das Priv weiter für den Echtbetrieb zu konfigurieren. Ich habe mir vorgenommen, das Priv in dieser Woche als Hauptgerät - neudeutsch als Daily Driver - zu nutzen, um einigermaßen objektiv sagen zu können, ob das Androidgerät für mich nutzbar ist oder nicht.

Ich habe zwar schon das ein oder andere Androidgerät in der Hand gehabt und konfiguriert, aber noch kein Smartphone für mich persönlich eingerichtet. Von daher steht einige Forschungsarbeit an. Ich richte zuerst meine restliche Mailkonten ein, darunter auch ein Active Sync Konto. Das Konto bietet die Synchronisation von Mail, Kalender, Aufgaben und Notizen. Nach der problemlosen Einrichtung stelle ich allerdings fest, dass die Aufgaben nicht in der zugehörigen App erscheinen. Da muss ich nochmal schauen, woran das liegt.

Ausserdem installiere ich die Apps für die von mir genutzten sozialen Netzwerke. Twitter und Facebook werden auch in den Hub integriert, fein. 

Priv Homescreen
So sieht mein Homescreen jetzt aus.

Und ich stelle auch meinen BBM auf das Priv um. Damit habe ich alles, was ich so täglich brauche, auf dem Priv installiert und zur Verfügung. Bei der Umstellung des BBM werden leider die Einzelchats auf dem neuen Gerät nicht wiederhergestellt. Das ist aber auch bei OS10 Geräten so. Die BBM App unterstützt unter Android noch keine Videochats, das wird aber hoffentlich noch irgendwann nachgeliefert.

Ich habe mir für heute vorgenommen, oft die physische Tastatur zu nutzen. Als Fulltouchnutzer des Z30 fällt mir das nicht leicht. Da ich aber früher schon auf den alten BlackBerry Geräten immer Hardwaretastaturen genutzt habe, will ich herausfinden, ob ich mit den echten Tasten effektiver arbeiten kann als mit der inzwischen gewohnten virtuellen.

Auch versuche ich, die Wischtechnik der Tastatur zu nutzen, die die Passportnutzer auch zur Verfügung haben. Hier kann man Wortvorschläge durch nach-oben-wischen in den Text zaubern. Am Ende des heutigen Tages klappt das schon sehr gut, ist aber noch nicht automatisiert. Die weitere Funktion dieser Technik, mit der man auch in Seiten oder Dokumenten scrollen kann, habe ich noch gar nicht verinnerlicht, dass muss ich noch etwas üben.

Beim Bespielen der sozialen Netzwerke vermisse ich die Möglichkeit, Emojis zu nutzen. In der BBM App kann ich wie gewohnt die Smilies und die Sticker nutzen, aber in der Twitter App vermisse ich diese Möglichkeit. Hier hilft mir eine Googlesuche weiter. Auf der physischen Tastatur bring ein langer Druck auf die Taste mit dem Mikrofonsymbol eine Auswahl auf den Screen, in der man das Smilie-Symbol wählt

Priv Emoji 1

und dann jede Menge Emojis zur Verfügung hat. Auf der virtuellen Tastatur bewirkt das ein langer Druck auf die Taste mit dem Punkt. Ich bin begeistert.

Priv Emoji 2

Der Tag neigt sich jetzt langsam dem Ende zu und gegen zwei Uhr verabschiedet sich Stefan Raab nun endgültig aus dem deutschen Fernsehen. Die letzte Ausgabe von "Schlag den Raab" habe ich wie gewohnt mit Twitter auf dem Second Screen verfolgt, nur diesmal halt mit dem Priv.

Das Priv kommt wieder an die Leine und zeigt noch 22% Akku. Das ist sehr zufriedenstellend, da es doch heute sehr starkt genutzt wurde, allerdings die meiste Zeit im heimischen WLAN. Wie sich ein Betrieb im Mobilfunknetz auf den Akku auswirkt, müssen die nächsten Tage zeigen. Bis morgen.

Eine Woche mit dem Priv: Freitag

Wie ihr wisst, bieten wir euch über unsere Bring-A-Friend-Aktion die Möglichkeit an, verschiedene Smartphones von BlackBerry kostenlos und unverbindlich zu testen. Seit dieser Woche haben wir auch das neue BlackBerry Priv im Sortiment. Damit wir euch bei Fragen und Problemen auch unterstützen können, haben wir das Priv erstmal selbst intensiv getestet und hier schreibe ich über meine Woche mit dem Priv.

Alle Tagesberichte der Testwoche:

Freitag

Das ist gemein. Ich sitze hier an der Arbeit und weiß, dass Oliver gestern das Testgerät an mich abgeschickt hat und dass es heute bei mir zu Hause ankommt. Das Priv zu Hause und ich hier im Büro, eine ungünstige Kombination. ;-)

Endlich komme ich nach Hause, meine Frau hat das Päckchen schon liebevoll für mich hingestellt. Zwischen Jacke aus und Abendessen wird es schnell geöffnet und ich nehme das Priv zum ersten Mal genauer in Augenschein. Natürlich bin ich vorbelastet wegen den diversen Mängelberichten im Netz und bevor ich das Gerät einschalte, werden die bekannten Schwachpunkte geprüft. Ja, die Rückseite lässt sich eindrücken, aber nur wenn man absichtlich mit verstärktem Druck auf die Mitte Rückseite drückt. Ja, der Bildschirmteil des Sliders hat Spiel in der Führung und wenn man unten links auf die Ecke "tappst" ruft das ein Klackern hervor. Und ja, wenn man die das Priv in der Hand hält und etwas stärker auf die Seiten drückt knarzt und knackt es.

Das mal dazu, aber ich habe mir vorgenommen, auch mal zu testen, ob man diese Mängel im täglichen Gebrauch auch bemerkt und ob sie sehr störend sind. Aber mal ganz davon abgesehen, ein fast 800 Euro teures Gerät sollte solche Tests eigentlich nicht nötig haben.

Dann schalte ich das Priv zum ersten mal ein und kämpfe mich durch den Einrichtungsdialog. Dazu sollte man sich gerade als Androidneuling etwas Zeit nehmen und die erscheinenden Erklärungsdialoge lesen (und verstehen). Ungewohnt für mich als BlackBerry Nutzer ist, dass ich nicht nach der BlackBerry-ID gefragt werde, sondern ein Google-Konto angeben muss. Damit verbindet sich das Priv im Hintergrund mit allen möglichen Google-Diensten und stellt diese zur Verfügung.

Nach der Ersteinrichtung sehe ich mich etwas im System um. Es fühlt sich gut und modern an. Die "User-Experience" stimmt, das System fühlt sich moderner an als OS10, das muss ich sagen. Zaghaft richte ich eins meiner E-Mail Konten im Hub ein. Der Hub ist "nur" eine App, die nicht sehr tief in das System integriert ist, habe ich das Gefühl. Auch fällt mir auf, dass das Google Mailkonto nicht im Hub erscheint, obwohl ich es durch die Angabe meines Google-Accounts ja eigentlich auf dem Gerät verfügbar haben sollte. Ein Blick in die vorinstallierte GMail-App zeigt, dass das Mailkonto dort vorhanden ist, warum ist es dann nicht im Hub? Dort muss es separat nochmal angelegt werden, schade eigentlich.

Ich installiere noch schnell die Twitter App und tippe und wische mich noch etwas durch das System. Vergleiche die physische Tastatur mit der virtuellen. Da ich normalerweise ein Z30 nutze, komme ich mit der virtuellen Tastatur sofort klar, sie wurde fast eins zu eins von OS10 übernommen. Die physische Tastatur hat einen sehr weichen Druckpunkt und einen ultrakurzen Hub. Mal sehen, ob ich mich da noch dran gewöhne.

Das Priv fasziniert und ich lege es den Rest des Abends fast nicht mehr aus den Händen. Zwischendurch meldet sich der BBM immer mal und möchte, dass ich ihn einrichte. Das traue ich mich heute Abend noch nicht, vielleicht morgen. Der Akku, der beim Gerätestart am frühen Abend 68% zeigte, hat nun kurz nach Mitternacht noch 13% Saft. Das Priv kommt ans Ladegerät und ich ins Bett. Mal schauen, wie es sich morgen im ersten Ganztagseinsatz schlägt. Es gibt noch viel zu konfigurieren, aber der Anfang ist gemacht. Bis morgen.